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Themen und Forschung


Willkommen an der Forschungsfront. Hier finden Sie kurze Informationen über die Themenbereiche, zu denen ich unter dem Dach der Allgemeinen Soziologie arbeite.

© für untenstehende Texte 2007/2009 by Dierk Spreen

 

 

 


Soziologie des Krieges und der Gewalt / globale Sicherheit


Medien und Massenkultur


Körper, Cyborgs und soziologische Anthropologie


Science Fiction und Moderne


Raum und Zeit





Krieg, Gewalt und globale Sicherheit


Meine Arbeiten zu diesem Forschungsfeld politischer Soziologie untersuchen die Veränderung von Gewaltdiskursen, die Erfahrungsweisen kriegerischer Gewalt und die Konstitutionsfunktion des Krieges für moderne Gesellschaften. Wie verändern sich Sicht- und Thematisierungsweisen von Gewalt? Inwiefern sind soziale Bedeutungen von Gewalt diskursiv konstruiert? Welche Rolle spielen körperliche Gewalterfahungen im Rahmen sozialer und kultureller Gewaltdeutungen? Inwiefern kann von einer "konstitutiven Funktion" des Krieges für moderne Gesellschaften gesprochen werden? Befinden sich die westlichen Zivilgesellschaften seit den Anschlägen auf das Word Trade Center wirklich in einem globalen "permenanten Ausnahmezustand", wie eine Reihe von Autoren behaupten oder muss die "Sicherheit der Weltgesellschaft" in neuen Kategorien gedacht werden?




Projekte
  • Kriegsvergessenheit in der Mediengesellschaft: Sammelband (zus. mit Andreas Galling-Stiehler, 2011), Forschungsseminar (zus. mit Sebastian Ostermann, 2011/12)
  • Transnationale kriegerische Konflikte: Ad-hoc-Gruppe (Soziologiekongress 2010), zus. mit Trutz von Trotha, Call for Papers
  • Krieg und Zivilgesellschaft: Ad-hoc-Gruppe (Soziologiekongress 2008), Programm; Sammelband zus. mit Trutz von Trotha (voraussichtlich 2012)
  • Soziologie der Gewalt: seit 2007
  • Krieg und Gesellschaft (Habilitation): 2001-2006
  • Ethische und gesellschaftstheoretische Herausforderungen neuer Kriege im 21. Jahrhundert: (gemeinsam mit Dr. Thomas Kater): 2002-2004 (Forschungspreis der Universität Paderborn 2002)
  • Diskurse über Gewalt und Krieg in modernen Gesellschaften zu Beginn des 21. Jahrhunderts: 2002




Aufsätze
Monographien
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Medien und Massenkultur



Die Studien in diesem Forschungsbereich betreffen sowohl medien­soziologische als auch kultursoziologische Fragestellungen. Mediensoziologisch stellen sich Fragen nach dem produktiven Rezeptions­handeln von Medien­konsumenten, nach der Bedeutung von Medien für die Subjektkonstitution, nach der Bedeutung gewalthaltiger Unterhaltung und nach normativen Funktionen der Massenkultur. Kultursoziologisch ist der technikzentrierte Medien­determinismus zu hinterfragen. Technischen Medien geht eine »Diskursstelle« voraus.




Projekte
  • Technik, Magie und Medien (Zeitschriftenausgabe, zus. mit Albert Kümmel): 2004
  • Perry Rhodan - Ein Phänomen der Populärkultur (Tagung): 2003
  • Computerspiele (Zeitschriftenausgabe): 2001
  • Technologien als Diskurse - Technologien als soziale Erfindung (Arbeitsgruppe in der Hans-Böckler Stiftung): 1998-2001
  • Onlinemedien und Internet (Zeitschriftenausgabe): 1997
  • Zur gesellschaftlichen Form neuer Medien (Dissertation, erschienen unter dem Titel "Tausch, Technik, Krieg. Die Geburt der Gesellschaft im technisch-medialen Apriori"): 1995-1998




Aufsätze
Monographie
Sammelbände und Zeitschriften
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Körper, Cyborgs und soziologische Anthropologie


Cyborgs sind eine Verschaltung zwischen lebendigem Körper und technischen Elementen. Menschliche Cyborgs unterscheiden sich vom Lowtech-Menschen dadurch, dass ihnen Technologie leiblich inhärent ist. Ihnen geht Technologie unter die Haut (Subkutanitätskriterium). Damit stellen sich anthropologische und kulturtheoretische Fragen: Wenn Cyborgs eine Möglichkeit ›des Menschen‹ sind, welchen Sinn macht dann die spezifische Rede über ›Cyborgs‹? In welcher Hinsicht sind ›Cyborgs‹ als Reflexionsfigur der Moderne zu verstehen? Weiterhin kommen soziologische und subjekttheoretische Themen in den Blick: Was heißt es für den Gesellschaftsbegriff, wenn soziale Akteure partiell technisch sind? Sind Cyborgs gepanzerte und technisch optimierte Identitäten? Oder lösen sich nicht vielmehr die gewohnten Subjetivitätsschemata und Geschlechteridentitäten auf? Schließlich stellen sich Fragen zur Genealogie des techisierten Körpers: Welche Rolle spielen spezifische Wissenschaftsdiskurse? Welche Rolle kommmt der Erschließung neuer Räume zu?




Projekte
  • Technische Medien als Konstituens von Gesellschaft (Internat. Plessner-Kongress in Rotterdam): 2009
  • Biofaktizität (Aufsatz): 2006
  • Menschliche Cyborgs und reflexive Moderne (Aufsatz): 2004
  • Mitarbeit am Projekt C1 "Naturale und artifizielle Alteritäten. Landschaft, Geschlecht, Artefakte" im Rahmen des SFB 541 "Identität und Alterität" (Universität Freiburg): 1997-1998
  • Cyborgs und andere Techno-Körper (Monographie): 1994-1998




Aufsätze
Monographie
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Science Fiction und Moderne (Science Fiction Studies)


In der common sense-Sichtweise der Kulturwelt wird Science-Fiction-Literatur, d. h. im wesentlichen die in in eine andere Zeit und eine andere Welt verlagerte, auf ein fiktives technisch-wissenschaftliches Novum bezogene, unterhaltsame Abenteuergeschichte, im Wesentlichen ignoriert. Es ist kein Geheimnis, dass die Science Fiction bis heute insbesondere in Deutschland ein Stiefkind der Forschung, der Bibliotheken, des Buchhandels und des Feuilletons ist. Da Science Fiction in der Regel etwas mit Naturwissenschaften und Technik einerseits und mit Fiktion und ›trivialen‹ Abenteuergeschichten andererseits zu tun hat, fällt sie gleich doppelt aus dem Rahmen der ›hohen‹ Kultur und damit dem Bereich dessen, was archivierungs- und kulturwissenschaftstauglich erscheint. Man könnte nun erwarten, dass mit dem zunehmenden Interesse an der Populär- und Massenkultur, das im angloamerikanischen Sprachraum von den Cultural Studies, im deutschen Sprachraum von der Kultursoziologie angestoßen wurde, an diesem Befund eine Korrektur vorzunehmen wäre. Und in der Tat ist das ansatzweise auch der Fall. Dennoch ermangelt es vielfach der Systematik; vieles in der Forschung bleibt Desiderat.

In dieses Forschungsfeld fallen mediensoziologische Untersuchungen über Science Fiction (siehe oben), aber auch kulturanthropologische Fragestellungen, die das Körperbild, das Medien- und Technikverständnis oder politisch-utopische Vorstellungen in der Science Fiction thematisieren.




Projekte



Aufsätze
Sammelband
Zeitschrift
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Raum und Zeit



Im 20. Jahrhundert vollziehen sich verschiedene bedeutende Verschiebungen im Raumverständnis. Diese ereignen sich zum einen auf einer epistemologischen Ebene. Zu denken wäre hier an die Umwälzungen im Weltverständnis der modernen Physik, sowohl im makrokosmischen (Relativitätstheorie) als auch im mikrokosmischen (Quantenphysik, Unschärferelation) Bereich. Neue Technologien verändern das lebensweltliche Raumverständnis, in dem sie Entfernungen negieren (Medien) oder Transporte von Personen und Gütern sehr stark beschleunigen (Bewegungstechnologien). Drittens werden neue Räume erschlossen. Dabei wird nicht an die Eroberung bislang unbekannter Gebiete des Planeten gedacht; diese vollzieht sich im wesentlichen seit dem Zeitalter der Entdeckungen und schließt im 19. Jahrhundert (Kolonialismus und Imperialismus) ab. Gemeint ist vielmehr die Erschließung des Weltraums für menschliche Zwecke (insbesondere wissenschaftlicher, ökonomischer und militärischer Natur). Gerade diese letzte Raumrevolution ist bislang in ihrer Bedeutung und ihren Konsequenzen aus soziologisch wenig thematisiert worden. Dabei stellen sich doch eine Reihe von Fragen. Zum Beispiel: Kann diese Raumrevolution im Zusammenhang mit der Genese der Weltgesellschaft gesehen werden? Verändert sie das Bild vom Menschen? Leben wir in einer 'Artifiziellen Gesellschaft' (Heinrich Popitz)?




Projekte
  • Soziologie der Weltraumfahrt (zus. mit Joachim Fischer): 2009ff.
  • Raum und Macht - Potsdamer Platz: 2002-2004
  • Wissenschaftliche und technische Raumkonstitution und Veränderung des gesellschaftlichen Körperverständnisses (Kleinprojekt): 2001
  • Raum, Körper, Technik. Zur Anthropologie des Raums im 20. Jahrhundert: 1999-2000 (im Rahmen eines Postdoktorandenstipendiums am Graduiertenkolleg "Technisierung und Gesellschaft" der TU Darmstadt)




Aufsätze
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