|
Krieg,
Gewalt
und
globale Sicherheit |
|
|
|
Meine
Arbeiten
zu diesem Forschungsfeld politischer
Soziologie untersuchen die
Veränderung
von Gewaltdiskursen, die Erfahrungsweisen
kriegerischer Gewalt und
die Konstitutionsfunktion des Krieges für
moderne
Gesellschaften. Wie verändern sich Sicht-
und
Thematisierungsweisen von Gewalt?
Inwiefern sind soziale Bedeutungen
von Gewalt diskursiv konstruiert? Welche
Rolle spielen körperliche
Gewalterfahungen im Rahmen sozialer und
kultureller Gewaltdeutungen?
Inwiefern kann von einer "konstitutiven
Funktion" des Krieges für
moderne Gesellschaften gesprochen werden?
Befinden sich die
westlichen Zivilgesellschaften seit den
Anschlägen auf das Word
Trade Center wirklich in einem globalen
"permenanten Ausnahmezustand", wie eine
Reihe von Autoren behaupten oder muss die
"Sicherheit der Weltgesellschaft" in neuen
Kategorien gedacht werden?
|
|
|
|
Projekte
- Kriegsvergessenheit in der
Mediengesellschaft: Sammelband (zus. mit
Andreas Galling-Stiehler, 2011),
Forschungsseminar (zus. mit Sebastian
Ostermann, 2011/12)
- Transnationale kriegerische
Konflikte:
Ad-hoc-Gruppe (Soziologiekongress 2010),
zus. mit Trutz von Trotha, Call for Papers
- Krieg und
Zivilgesellschaft: Ad-hoc-Gruppe
(Soziologiekongress 2008), Programm;
Sammelband
zus.
mit
Trutz
von
Trotha (voraussichtlich 2012)
- Soziologie der Gewalt:
seit 2007
- Krieg und Gesellschaft
(Habilitation):
2001-2006
- Ethische und
gesellschaftstheoretische
Herausforderungen neuer Kriege
im 21. Jahrhundert: (gemeinsam mit Dr.
Thomas Kater): 2002-2004
(Forschungspreis der Universität
Paderborn 2002)
- Diskurse über Gewalt und
Krieg in
modernen
Gesellschaften zu Beginn des 21.
Jahrhunderts: 2002
|
|
|
|
Aufsätze
Monographien
Seitenanfang
|
|
|
|
Medien
und
Massenkultur
|
|
|
|
Die
Studien in diesem Forschungsbereich
betreffen sowohl
mediensoziologische als auch
kultursoziologische Fragestellungen.
Mediensoziologisch stellen sich Fragen
nach dem
produktiven Rezeptionshandeln von
Medienkonsumenten, nach
der Bedeutung von Medien für die
Subjektkonstitution, nach der
Bedeutung gewalthaltiger Unterhaltung und
nach
normativen Funktionen der Massenkultur.
Kultursoziologisch ist der
technikzentrierte Mediendeterminismus zu
hinterfragen.
Technischen Medien geht eine
»Diskursstelle«
voraus.
|
|
|
|
Projekte
- Technik, Magie und
Medien (Zeitschriftenausgabe, zus. mit
Albert Kümmel): 2004
- Perry Rhodan
- Ein Phänomen der Populärkultur (Tagung):
2003
- Computerspiele
(Zeitschriftenausgabe): 2001
- Technologien
als Diskurse - Technologien als soziale
Erfindung (Arbeitsgruppe in der
Hans-Böckler Stiftung): 1998-2001
- Onlinemedien
und Internet (Zeitschriftenausgabe):
1997
- Zur
gesellschaftlichen Form neuer Medien
(Dissertation, erschienen unter
dem Titel "Tausch, Technik, Krieg. Die
Geburt der Gesellschaft im
technisch-medialen Apriori"): 1995-1998
|
|
|
|
Aufsätze
Monographie
Sammelbände
und Zeitschriften
Seitenanfang
|
|
|
|
Körper,
Cyborgs
und
soziologische Anthropologie |
|
|
|
Cyborgs
sind eine
Verschaltung zwischen lebendigem Körper
und technischen
Elementen. Menschliche
Cyborgs unterscheiden sich vom
Lowtech-Menschen dadurch,
dass ihnen Technologie leiblich inhärent
ist. Ihnen geht
Technologie unter die Haut
(Subkutanitätskriterium). Damit stellen
sich
anthropologische und
kulturtheoretische Fragen: Wenn Cyborgs
eine Möglichkeit ›des Menschen‹ sind,
welchen Sinn macht
dann die spezifische Rede über ›Cyborgs‹?
In welcher
Hinsicht sind ›Cyborgs‹ als
Reflexionsfigur der Moderne zu
verstehen? Weiterhin kommen soziologische
und
subjekttheoretische Themen in den Blick:
Was heißt es für
den Gesellschaftsbegriff, wenn soziale
Akteure partiell technisch
sind? Sind Cyborgs
gepanzerte und
technisch optimierte Identitäten?
Oder lösen sich nicht vielmehr die
gewohnten
Subjetivitätsschemata und
Geschlechteridentitäten auf? Schließlich
stellen sich Fragen zur Genealogie des
techisierten Körpers: Welche
Rolle spielen spezifische
Wissenschaftsdiskurse?
Welche Rolle kommmt der Erschließung neuer
Räume zu?
|
|
|
|
Projekte
- Technische Medien als
Konstituens von
Gesellschaft (Internat.
Plessner-Kongress
in
Rotterdam): 2009
- Biofaktizität
(Aufsatz): 2006
- Menschliche
Cyborgs und reflexive Moderne (Aufsatz):
2004
- Mitarbeit am Projekt
C1
"Naturale und artifizielle Alteritäten.
Landschaft, Geschlecht,
Artefakte" im Rahmen des SFB 541
"Identität und Alterität" (Universität
Freiburg): 1997-1998
- Cyborgs und andere
Techno-Körper (Monographie): 1994-1998
|
|
|
|
Aufsätze
Monographie
Seitenanfang
|
|
|
|
Science
Fiction und Moderne (Science
Fiction Studies) |
|
|
|
In der common
sense-Sichtweise der Kulturwelt wird
Science-Fiction-Literatur,
d. h. im wesentlichen die in in eine
andere Zeit und eine andere Welt
verlagerte, auf ein fiktives
technisch-wissenschaftliches Novum
bezogene, unterhaltsame
Abenteuergeschichte, im Wesentlichen
ignoriert. Es ist kein Geheimnis, dass die
Science Fiction bis heute
insbesondere in Deutschland ein Stiefkind
der Forschung, der
Bibliotheken, des Buchhandels und des
Feuilletons ist. Da Science
Fiction in der Regel etwas mit
Naturwissenschaften und Technik
einerseits und mit Fiktion und ›trivialen‹
Abenteuergeschichten
andererseits zu tun hat, fällt sie gleich
doppelt aus dem Rahmen
der ›hohen‹ Kultur und damit dem Bereich
dessen, was
archivierungs- und
kulturwissenschaftstauglich erscheint. Man
könnte
nun erwarten, dass mit dem zunehmenden
Interesse an der Populär-
und Massenkultur, das im
angloamerikanischen Sprachraum von den
Cultural Studies, im deutschen Sprachraum
von der Kultursoziologie
angestoßen wurde, an diesem Befund eine
Korrektur vorzunehmen
wäre. Und in der Tat ist das ansatzweise
auch der Fall. Dennoch
ermangelt es vielfach der Systematik;
vieles in der Forschung bleibt
Desiderat.
In dieses Forschungsfeld fallen mediensoziologische
Untersuchungen über Science
Fiction (siehe oben),
aber
auch
kulturanthropologische
Fragestellungen,
die
das
Körperbild,
das
Medien- und Technikverständnis oder
politisch-utopische
Vorstellungen in der Science Fiction
thematisieren.
|
|
|
|
Projekte
|
|
|
Aufsätze
Sammelband
Zeitschrift
Seitenanfang
|
|
|
|
Raum
und
Zeit
|
|
|
|
Im
20.
Jahrhundert vollziehen sich verschiedene
bedeutende
Verschiebungen im Raumverständnis. Diese
ereignen sich zum einen
auf einer epistemologischen Ebene. Zu
denken wäre hier an die
Umwälzungen im Weltverständnis der
modernen Physik, sowohl
im makrokosmischen (Relativitätstheorie)
als auch im
mikrokosmischen (Quantenphysik,
Unschärferelation) Bereich. Neue
Technologien verändern das lebensweltliche
Raumverständnis,
in dem sie Entfernungen negieren (Medien)
oder Transporte von
Personen und Gütern sehr stark
beschleunigen
(Bewegungstechnologien). Drittens werden
neue Räume erschlossen.
Dabei wird nicht an die Eroberung bislang
unbekannter Gebiete des
Planeten gedacht; diese vollzieht sich im
wesentlichen seit dem
Zeitalter der Entdeckungen und schließt im
19. Jahrhundert
(Kolonialismus und Imperialismus) ab.
Gemeint ist vielmehr die
Erschließung des Weltraums für menschliche
Zwecke
(insbesondere wissenschaftlicher,
ökonomischer und militärischer
Natur). Gerade diese letzte Raumrevolution
ist bislang in ihrer
Bedeutung und ihren Konsequenzen aus
soziologisch wenig thematisiert
worden. Dabei stellen sich doch eine Reihe
von Fragen. Zum Beispiel:
Kann diese Raumrevolution im Zusammenhang
mit der Genese der
Weltgesellschaft gesehen werden? Verändert
sie das Bild vom Menschen?
Leben wir in einer 'Artifiziellen
Gesellschaft' (Heinrich Popitz)?
|
|
|
|
Projekte
- Soziologie
der
Weltraumfahrt
(zus.
mit
Joachim
Fischer):
2009ff.
- Raum und Macht -
Potsdamer Platz: 2002-2004
- Wissenschaftliche
und technische Raumkonstitution und
Veränderung des gesellschaftlichen
Körperverständnisses (Kleinprojekt):
2001
- Raum, Körper,
Technik. Zur Anthropologie des Raums im
20. Jahrhundert: 1999-2000 (im
Rahmen eines Postdoktorandenstipendiums
am Graduiertenkolleg
"Technisierung und Gesellschaft" der TU
Darmstadt)
|
|
|
|
Aufsätze
Seitenanfang
|
|
|
|
|
|
|