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Stahlfront - eine rechtsextreme
SF-Serie
Ende 2007
startete unter dem Titel Stahlfront
eine neue Science-Fiction-Serie im Hardcoverformat, die im SF-Fandom
sogleich eine heftige Diskussion auslöste. Der Serie wurde rechtes
Gedankengut, Gewaltverherrlichung, Rassismus und Sexismus vorgeworfen.
Tatsächlich greift die Serie affirmativ Elemente rechtsextremer
Ideologie auf: Der Handlungshintergrund wird aus Elementen germanischer
Esoterik („Thule“, „Neu-Schwabenland“, „Reichsflugscheiben“)
zusammengesetzt. Verbrechen der Waffen-SS und der Wehrmacht werden
relativiert. Gewalt wird affirmativ dargestellt und die
gentechnologische Herstellung lebendiger Waffen militärisch
legitimiert. Vor allem ist der fiktive Handlungshintergrund so
konstruiert, dass Rassismus rational erscheint. In der Serie, so Spiegel-Online,
"finden
Verschwörungsphantasien
und
rechtes Gedankengut zusammen".
Der Verleger bewirbt Stahlfront
auf seiner Webseite mit einem Eigenprädikat als "pädagogisch wertvoll"
und zielt damit auch auf den Markt jugendlicher Konsumenten. Da die Serie Fiktion und
realweltliche Bezüge systematisch mischt, so dass die rassistische Normenwelt der
Fikion mit der Realwelt verschmolzen wird, besteht insbesondere bei
solchen jugendlichen Lesern, die noch nicht ausreichend medienkompetent
zwischen Fiktionalität und Faktionalität unterscheiden können, die
Gefahr, dass die Serie einen verstörenden und irreführenden Einfluss
ausübt. 2009 hat die Bundesprüfstelle für
jugendgefährdende Medien daher zu
Recht entschieden, die ersten drei Bände von Stahlfront als
jugendgefährdend einzustufen. Inzwischen sind aber bereits Folgebände
und thematisch verwandte Serien erschienen (z.B. Schwarze Sonne oder Aldebaran), die weiterhin
uneingeschränkt über Internet und Buchhandel
zu beziehen sind.
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Beiträge zu
Stahlfront
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| Angriff der
Faschisten-Frisbees. Rechtsextreme Unterhaltung im Science
Fiction-Format. In: Die Neue
Gesellschaft/Frankfurter Hefte, H. 10, 2009, S. 60-62. |
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| Reichsflugscheiben
und Wehrmachtsmythen. "Stahlfront" –
rechtsextreme Unterhaltung als Science
Fiction? In: Sascha Mamczak (Hg.). Das
Science
Fiction
Jahr
2009. München 2009: Heyne, S. 425-468. |
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Wehrmacht
im Weltall. Neurechte Science-Fiction-Romane versetzen die Szene in
Aufruhr. In: Berliner Zeitung vom 05.08.2008, S. 24.
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| Nationalsozialismus
in
der
Science
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| "Wohin Millionen
gegangen sind". Zu den
Versuchen, auf dem Star Trek dem Hades zu begegnen. In: Quarber
Merkur 85, 34. Jg, Neue Folge Nr. 1, März 1997, S. 77-86. |
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| The final
frontier: Auschwitz. Die Star-Trek-Episode "Schablonen der Gewalt". In:
Die Neue
Gesellschaft/Frankfurter Hefte, H. 10, 1996, S. 926ff. |
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